Mein Weg zur Fotografie und warum Perfektion nichts damit zu tun hat

Aktualisiert: 22. Dez. 2021

Fotografieren ist die Leidenschaft oder das Hobby von ganz vielen Menschen. Dinge für die Ewigkeit festzuhalten, besondere Momente einzufangen oder die Schönheit der Natur abzulichten. Das sind nur ein paar der Gründe, die immer wieder für die Liebe zur Fotografie genannt werden. Diese 3 Punkte spielen bei auch mir eine Rolle. Aber das wesentlichste für mich beim Fotografieren ist, die perfekt unperfekten Eigenheiten jeder Person ins beste Licht zur rücken. Für mehr Bilder mit Charakter und Charisma.



Wie der Vater so der Sohn

Bereits als Kind habe ich Kunst als Beruf verstanden. Für mich war das nichts Außergewöhnliches und ich genoss es, meinem Vater bei der Malerei über die Schulter zu schauen oder seine Magazine und Bücher über Fotografie durchzublättern. Er verstand und versteht es noch heute, mit der Kamera sowie dem Pinsel die schönsten Bilder der Natur zu zeichnen.





Jäger und Sammler der schönen Momente


Später begann auch ich mit der Kamera herumzuexperimentieren. Ich konnte Stunden damit verbringen alle schönen und besonderen Dinge meines Alltags abzulichten. Wenn das Licht der Sonne auf die Erde trifft, entstehen immer wieder neue faszinierende Versionen vom selben Ort. Diese Feinheiten und Stimmungsbilder einzufangen, ist wie schöne Momente sammeln und diese zu konservieren. Ich mag es noch heute, wenn das Gefühl des Erlebens beim Betrachten des Abzugs wieder entflammt. Dann weißt du, du hast alles richtig gemacht.




Ein Handwerk, das gelernt sein will

Die Kunst beim Fotografieren entsteht nicht dadurch, dass man im richtigen Moment auf den Knopf drückt. Es ist vielmehr ein Zusammenspiel aus Erfahrung, Vorbereitung und Know-how. All diese Komponenten machen aus einem scheinbar zufälligen Abdrücken ein Bild mit Emotion und Charakter.





Meine Inspirationsquellen

Natürlich orientierte auch ich mich – wie wohl jeder zu Beginn seiner Arbeit – an anderen. Hier haben vor allem Helmut Newton ,Ansel Adams, Peter Lindberg, Giovanni Cozzi und später auch Andrea Bitesnich, Oliviero Toscani und Ellen Von Umwerth großen Eindruck hinterlassen. Meine ersten Jahre wurden von ihnen allen maßgeblich geprägt.


Mein Weg

Doch über die Jahre wächst, parallel zu dem Versuch diesen anderen großartigen Fotografen und Fotografinnen nachzueifern, ein ganz persönlicher Stil mit. Und so wurde mit der Zeit immer deutlicher, was ich eigentlich machen möchte. Ich liebe es, Personen zu fotografieren, allen voran Frauen. Und so habe ich in den Folgejahren die Ästhetik des menschlichen Körpers studiert und viel mit Aktfotografie experimentiert. Welches Licht aus welchem Winkel formt Körper? Wie kann ich durch die richtige Beleuchtung Malereien von zum Beispiel Caravaggio aus dem Frühbarock nachstellen?




Perfektion spielt dabei keine Rolle

Aktfotografie und die Kunst nackte Körper abzulichten, verlangt vieles. Körperspannung, Lichteinstellung und das Setting müssen passen. Etwas, das aber keine Rolle dabei spielt, ist Perfektion. Gerade die Schönheit von unterschiedlichen Körpern macht für mich die Faszination an Aktfotografie aus.

Das Anti-Selfie sozusagen

Ich habe mir über die Jahre die Fähigkeit erlernt, perfekt unperfekte Porträts zu shooten. Ich versuche immer den Charakter der Person ans Licht zu bringen und deren individuelle Besonderheiten abzulichten. In einer Welt voll Filter und unrealer Selfie-Perfektionen, tut es gut, mit meinen Bildern echte Menschen zu zeigen.



Angekommen bin ich aber dennoch nicht. Ich lerne nie aus, bin ein Fan von lebenslangem Lernen und ein extrem neugieriger Charakter. Was auch immer die Zukunft in der Fotografie für mich bereithält, ich bin bereit.

Wenn auch du nun Lust bekommen hast, ein Porträt von dir zu shooten, das deinen Charakter einfängt, dann melde dich gerne!


Und niemals vergessen: you rock!

140 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen